Elementegenese, Signaturenkunde, Hermetik

Textauszüge aus "Der Weg des Sonnenfunkens".
Das Satz-Bild konnte in den folgenden Auszügen nicht immer original übernommen werden. Bilder und Symbole wurden z.T. ausgelassen.

Signaturen der Sonne

Das Symbol der Sonne zeigt deutlich den Zustand des „oberen Feuers“. Es ist das Hervortreten der Essenz im Äther, das „auf den Punkt bringen“, das Hineinbilden des „Punktes“ in den Kreis, in dessen Mitte er verweilt. Dieses Ideogramm veran-schaulicht die Signatur der Sonne im „Inhalt“ und darüberhinaus im „Wesenskern“. Hier geschieht „Gestaltung“ in erster Instanz, wenngleich diese als solches noch nicht erkennbar ist. Dennoch liegt schon im Sonnenhaften der Grund einer jeden Gliederung gewissermaßen als eine Prä-Koordination stofflicher Ereignisse. Darin äußern sich jene Kräfte, welche Spannung, Antrieb, Anregung und Egozentrik signieren – einerseits großzügig abstrahlend und andererseits mächtig ansaugend.

Sonne

Im Pflanzenreich sind Sonnensignaturen oft mit solchen des Jupiter zusammen, wobei letzterem vor allem die mehrjährigen zugeordnet werden, und der Sonne die einjährigen, welche deutlich vom Jahreslauf geprägt sind und den ganzen Sommer hindurch blühen.
Insgesamt besitzen diese Pflanzen durchaus eine kühlende Thermik, wie man es vorerst vom Feuerelement nicht erwarten würde (Sonnenblume, Johanniskraut, Tausendgüldenkraut, Eberesche). Teils stammt diese Kühle noch aus dem Äther, teils vom „kontrollierenden“ Einfluß des Wasserelements (nach dem Phänomen der „Spiegelung“). Das Feuer der Sonne (oder des Herzens) ist ohnehin nicht „brennend“ im thermischen Sinne, sondern „strahlend“. Die typische „Hitze des Feuers“ kommt erst mit der Planetenkraft des Mars zum Ausdruck.

Die Sonne signiert vor allem Blüte und Stamm. Die Blüten treten in der gesamten Erscheinung der Pflanze auffallend hervor, etwa durch ihre Größe (Sonnenblume, Sonnenhut, Safran), durch ständiges Nachblühen (Ringelblume, Nachtkerze), oder indem sie lichthungrig die Sonne suchen (Wegwarte) und sich schon bald am Morgen öffnen. Manche Sonnenpflanzen bilden auffallend mehr Blüten als Laubblätter aus (Lavendel, Natternkopf, Getreide). Sonnengelb, Goldgelb, Orange und Rot sind hier die typischen Farben, aber auch Purpur, Rosa, Violett und Weiß (welches alle Farben enthält) mischen sich hinein.

Tausendgüldenkraut
Tasusendgüldenkraut

Wesentlich für den Grad der solaren Einschreibung ist (ähnlich wie bei den jovialen Signaturen) die Intensität der Farben. Rote Färbekraft in Pflanzen ohne wesentliche Schärfe (Safran, Krapp, Johanniskraut, Blutwurz) deutet auf eine starke Sonnensignatur hin, mit einer besonderen Verbindung zum Blut und den sulfurischen Farbprozessen im Körper.
Der Form nach erinnern besonders die Blüten vieler (meist von Jupiter mit- oder hauptsignierten) Korbblütler an eine strahlende Sonne. Je „sonniger“ die Blüten erscheinen, umso mehr dominiert auch die Einschreibekraft der Sonne (Kamille, Chrysantheme).

In einer weiteren Aufgliederung ordnet man die Blütenblätter allgemein der Venus, und die pollenerzeugenden Staubblätter dem Mars zu. Beide Pflanzenteile unterstehen aber grundsätzlich einem solaren Haupteinfluß. Man sagt auch: „Im sulfurischem (oder solaren) Bereich der Pflanze ist die Signatur der Venus oder des Mars auf diese oder jene Weise enthalten.“ Letzterer tritt etwa bei der Schwarzkiefer stark hervor und überwiegt das grundsätzlich Solare der Blüten. Venus dominiert die Blüte der Schafgarbe (zusammen mit Jupiter) – wirkt also in das solare Feld der Pflanze stark hinein.

Eine ganz besondere Beziehung hat das Feuerelement zum Pflanzenstamm. Die Sonne „zieht“ ihn in die Höhe. Wo nicht gerade, dort dreht sie ihn nach rechts (Hopfen). Er gleicht der Achse, um die herum die anderen Planetenkräfte den Körper der Pflanze bilden. Das „Herausziehen“ des Stammes aus der Erde wird durch einen bestimmten Aspekt der Sonnenkraft (auch des Feuerelements an sich) bewirkt, den wir im Weiteren als ios-Kraft kennenlernen werden.

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